Sänger/in Sopran

Sylvia Greenberg

Biographie

Die israelische Sopranistin Sylvia Greenberg wurde neben ihrem Gesangsstudium als Cellistin ausgebildet und gab ihr Debüt als Sängerin in einem Konzert des Israel Philharmonic Orchestra unter Zubin Mehta. Ihr erstes Festengagement fand sie an der Oper Zürich, wo sie das hohe Koloraturfach (Zerbinetta in Ariadne auf Naxos und Königin der Nacht in Die Zauberflöte) sang. Mozarts sternflammende Königin wurde zu Sylvia Greenbergs Markenzeichen und führte sie in den Folgejahren zu Gastspielen nach Glyndebourne, Hamburg, München, Stuttgart, Köln, Frankfurt, Wien und Paris.

1980 wechselte sie von Zürich an die Deutsche Oper Berlin, wo sie ihr Repertoire erweiterte (Blonde in Die Entführung aus dem Serail, Oscar in Un ballo in maschera und Sophie in Der Rosenkavalier). 1982 debütierte Sylvia Greenberg bei den Salzburger Festspielen, sang 1984 dort die Uraufführung von Luciano Berios Un re in ascolto und blieb regelmäßiger Gast in Salzburg.

Gastspiele führten sie zu den Bayreuther Festspielen, nach Nizza, Aix en Provence und an die Mailänder Scala, an der sie als Königin der Nacht gleichermaßen erfolgreich war wie als Donizettis Lucia di Lammermoor und in der Uraufführung von Giacomo Manzonis Doctor Faustus.

In den 1990-er-Jahren wurde zunächst die Konstanze (Die Entführung aus dem Serail) zu Sylvia Greenbergs Glanzpartie in Bonn, Toulouse, Ludwigsburg, Würzburg und an der Wiener Staatsoper. Danach vollzog sich der Fachwechsel hin zum lyrischen Sopran: In Die Zauberflöte wurde fortan  Pamina ihre Partie (in Stuttgart, Amsterdam, Frankfurt, Zürich und Helsinki), sie sang Donna Elvira und ab ihrem Rollendebüt in München 2001 Donna Anna (Don Giovanni) und ergänzte ihr Repertoire um Micaëla (Carmen).

Auf dem Konzertpodium ist die Künstlerin in gleicher Weise etabliert wie auf der Opernbühne. Ihr glanzvolles USA-Debüt absolvierte sie etwa in Chicago mit Haydns Schöpfung unter Sir Georg Solti und ihr erstes Auftreten in New York mit Carl Orffs Carmina burana unter Zubin Mehta. In Salzburg sang sie Gustav Mahlers 8. Symphonie mit den Wiener Philharmonikern unter Lorin Maazel. Neben den bereits genannten sang Sylvia Greenberg auch unter den Maestri Abbado, Bertini, Chailly, Flor, Frühbeck de Burgos, Harnoncourt, Lopez-Cobos, Muti, Nagano, Norrington, Rilling, Sawallisch, Soustrot, Tilson Thomas und Varviso. Regelmäßig Verpflichtungen verbinden sie mit den großen Orchestern in Europa und Übersee. Ihr breit gefächertes Konzertrepertoire reicht von Bachs Passionen zu Mahlers Vokalsymphonien, von Vivaldis Gloria bis zu dem von Francis Poulenc, von Dvořáks Stabat Mater bis zu dem von Karol Szymanowski.

Die umfangreiche Diskographie von Sylvia Greenberg umfasst u. a. Mozarts Entführung, Haydns L'anima del filosofo und Die Schöpfung, Glucks Paride ed Elena, Kirchenmusik von Poulenc und Bizet sowie Orffs Carmina burana und Berios Un re in ascolto. Rezente Veröffentlichungen der Künstlerin betreffen Mahlers 8. Symphonie (Sopran I) unter Kent Nagano, Beethovens 9. Symphonie unter Herbert Blomstedt sowie die kürzlich wiederentdeckte Händel-Kantate Crudel tiranno amor. Sylvia Greenberg ist eine gefragte Liedsängerin und hoch angesehene Pädagogin mit Professuren in München und Wien.

Januar 2019

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