Sänger/in Tenor

Patrick Kabongo

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Offizier in Nizza, Graf in Klagenfurt

Die Magie eines Sängerlebens besteht darin, dass man im Januar ein britischer Offizier in Nizza und im April ein spanischer Graf in Klagenfurt sein kann. Genau das geschieht mit Patrick Kabongo! Wenn es das Virus (leider immer wieder dieses) zulässt, dann wird Patrick demnächst seine Paraderolle des Conte Almaviva in Rossinis Il barbiere di Siviglia im prachtvollen Jugendstil-Stadttheater von Klagenfurt verkörpern. Die Inszenierung stammt von Laurent Pelly, am Dirigentenpult steht Nicholas Carter.

Damit wird Patrick sein Debüt in Österreich feiern!

Premiere am 10. April 2021

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Boieldieus Meisterwerk in Nizza

Im Januar 2020 hatten wir freudig die drei damals bevorstehenden Opernverpflichtungen von Patrick Kabongo angekündigt. Letztendlich hat davon nur eine überlebt: Il barbiere di Siviglia an der Oper von Tours. Die beiden anderen wurden vom Virus hinweggefegt. Dann kam der Sommer und mit diesem weitere Absagen kompletter Spielpläne und das Aus von Liveaufführungen in der Opernwelt. Resultat für Patrick: Eine weitere zur Gänze ausgefallene Verpflichtung in seinem Terminkalender, diesmal beim Rossini-Festival im deutschen Bad Wildbad. Im Herbst folgte zudem der Verlust von Patricks Möglichkeit, sein Debüt in Übersee zu feiern (Don Pasquale an der Oper von Québec).

Für Januar 2021 war Patrick an der Oper von Nizza engagiert, um die schöne Partie des George Brown in der 1825 in Paris uraufgeführten Opéra-Comique La dame blanche von François-Adrien Boieldieu zu übernehmen. Aufgrund des gesundheitlichen Kontexts konnte auch diese - ursprünglich szenisch geplante - Produktion nicht präsentiert werden, sondern musste auf Januar 2022 verschoben werden. Um die außerordentliche kollektive Leistung im Rahmen der Proben nicht zur Gänze verloren zu geben, entschloss sich die Theaterleitung, zumindest eine halbszenische Version für einen Stream zu ermöglichen: ohne Publikum, somit ausschließlich für Kameras, mit dem Orchester auf der Bühne und den SolistInnen singend und agierend davor - allerdings noch ohne Kostüme. Das Ergebnis ist nun bis Ende April auf dem YouTube Kanal der Oper von Nizza abrufbar.

Link zum Streaming von La dame blanche

Zurück zum Kernrepertoire!

Nach seinem Riesenerfolg in Offenbachs Barkouf an der Kölner Oper kehrt Patrick Kabongo zu seinem Kernrepertoire zurück, zu Rossini! Er wird zunächst an der Oper von Tours und wenige Monate danach am Theater Heidelberg als Almaviva in Il barbiere di Siviglia zu erleben sein. Dazwischen übernimmt er die Titelpartie in Le Comte Ory an der Oper von Metz.

Premiere in Tours am 29. Januar 2019

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06.12.2019

Offenbach in Köln

Das Offenbach-Jahr setzt sich in der Geburtsstadt des großen Komponisten, des Erfinders der Gattung Operette, fort. Die Kölner Oper fasste den glücklichen Entschluss, die wunderbare Produktion von Barkouf ou un chien au pouvoir der Opéra du Rhin aus Straßburg zu übernehmen, die dort im vergangenen Dezember einen Triumph erlebte. Patrick Kabongo, der als Saëb schon die Produktion in Straßburg und Mühlhausen dominierte, ist auch in Köln in dieser Partie zu erleben.

Übrigens war unser brillanter Rossini-Tenor diesen Sommer erneut beim Festival Rossini in Wildbad, und zwar in einer Neuproduktion von Tancredi zu Gast. Es ist uns eine Freude, die folgenden, darauf bezogenen Rezensionsauszüge weiterzugeben:

"Ohne Fehl und Tadel war der Argirio von Patrick Kabongo. In nur drei Jahren hat sich seine vielversprechende Stimme sowohl geöffnet als auch gekräftigt, sodass er mit deren Geschmeidigkeit und Expansion nun virtuos zu spielen vermag. Nachdem er sich obendrein voll und ganz auf den Rollencharakter einlässt, gewinnt dieser eine menschliche Kraft, die mit dem Gesang nahezu selbstverständlich verschmilzt. Die Wiederholungsteile werden verziert, die hohen Noten mit Leichtigkeit bewältigt, die vokale Beherrschung beglückt und verblüfft. Heftige Ovationen, die kaum jenen nachstehen, die Diana Haller zuteil werden. Nach solchen musikalischen und vokalen Glücksmomenten verlässt man die Tragödie mit einem Lächeln." (forumopera.com, 25.07.2019 /fr)

"Glanzpunkt Nr. 2 (Anm. d. Red.: neben Elisa Balbo als Armenaide) wurde ihr Vater Argirio in der bewegenden Verkörperung  und musikalisch klar umrissenen Interpretation von Patrick Kabongo.Noch mehr als beim konzertanten Meyerbeer ließ der dunkelhäutige Sänger das edle Timbre und einen in allen Stufen beweglichen, bis in die Höhen unvermindert golden strahlenden Tenor zur Geltung kommen und gleichzeitig den hier als gebrochenen Mann am Stock gezeigten Statthalter in seiner ganzen Zerrissenheit zwischen Gesetzestreue und väterlichen Gefühlen berührend Gestalt annehmen." (Online Merker, 23.07.19)

"Der Tenor Patrick Kabongo als Argirio zieht alle Belcanto-Register und reißt das Publikum u.a. mit seiner Arie "Pensa che sei mia figlia" bist zu Applausstürmen hin". (Operapoint, 26.07.19)

Premiere von Barkouf in Köln am 12. Oktober 2019

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12.09.2019

Ein Rossini-Tenor erobert Frankreich!

Nachdem er letzten Sommer in der Produktion von L’equivoco stravagante beim Festival Rossini in Bad Wildbad auf sich aufmerksam gemacht hatte, berichtete das Magazin Opernglas über den „gefühlvoll wie höhensicher agierenden Ermanno von Patrick Kabongo. Dieser Rossini-Tenor ließ großes Zukunftspotenzial erkennen.”

Die vorausgesagte Zukunft erweist sich indem Patrick Kabongo nun zum ersten Mal auf einer französischen Bühne mit einer Rossini-Partie zu erleben ist und zwar als Lindoro in L’italiana in Algeri an der Oper von Tours. Einer seiner Bühnenpartner in dieser Produktion ist unser Lieblingsbariton Aimery Lefèvre als Haly.

Premiere am 1. Februar 2019

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14.01.2019

Debüt an der Opéra national du Rhin in Straßburg

Der aus dem Kongo stammende – jedoch französische – lyrische Tenor war in den letzten Jahren hauptsächlich in Italien tätig, um seine Stimme für das Belcanto-Fach zu perfektionieren. So sang er zuletzt vor allem Lindoro (L’italiana in Algeri), Almaviva (Il barbiere di Siviglia), Bertrandó (L’inganno felice), Comte Ory (Le Comte Ory) und Don Ramiro (La Cenerentola) - alle von Rossini sowie Ernesto (Don Pasquale).

In diesem Sommer wurde seine Interpretation des Ermanno in Rossinis L’equivoco stravagante beim Rossini-Festival in Bad Wildbad mit Begeisterung aufgenommen. Dazu einige Presseausschnitte:

„Ihr schüchterner Verehrer Ermanno wurde vom Tenor Patrick Kabongo rührend gespielt und auf das Prächtigste gesungen. Die Stimme besitzt ein ausnehmend betörendes Timbre, ist herrlich gerundet und bereitet uneingeschränktes Hörvergnügen. Absolute Karriereprophezeiung!“ (onlinemerker.com)

„Einen bleibenden Eindruck hinterlässt der kultivierte Tenor Patrick Kabongo“ (pz-news)

„… und dem ebenso gefühlvoll wie höhensicher agierenden Ermanno von Patrick Kabongo, der sie heiß begehrt, auf Augenhöhe. Dieser Rossini-Tenor ließ großes Zukunftspotenzial erkennen.” (Das Opernglas)

Patrick Kabongo feiert nun sein Debüt an der Opéra national du Rhin mit der Rolle des Saëbs in Offenbachs unbekannter Operette Barkouf ou un chien au pouvoir.

Premiere am 7. Dezember 2018.
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03.12.2018

Rossini in Bad Wildbad, aber nicht nur!

Seine vor drei Jahren getroffene Entscheidung, in Italien und an der Accademia dell’Opera di Firenze zu studieren geschah im vorausschauenden Wissen, dass Rossini wohl das Zentrum von Patrick Kabongos Repertoire bilden würde. Seine Intuition von damals hat sich inzwischen mehr als bestätigt mit Verpflichtungen als Lindoro (L’italiana in Algeri) an der Oper von Florenz, als Conte d‘Almaviva (Il barbiere di Siviglia) mit dem Ensemble dieses Theaters beim Gastspiel im Oman sowie als Candulmiero und Selimo in Maometto II beim Rossini Festival in Wildbad 2017, wo er als „Entdeckung“ bezeichnet wurde. Mit einer weiteren Rossini-Partie, als Bertrando in L’inganno felice eroberte er soeben das Teatro Olimpico in Vicenza.

Nachdem er in dieser Spielzeit außerdem als Ernesto in Don Pasquale an der Oper von Metz zu hören war, wird er im kommenden September mit einer weiteren Donizetti-Partie debütieren: als Nemorino in L’elisir d’amore am Teatro Massimo in Palermo. Zuvor aber feiert er noch ein weiteres Rollendebüt in Sachen Rossini: Ermanno in L’equivoco stravagante beim diesjährigen Bad Wildbad Festival. Premiere am 13. Juli 2018.

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15.06.2018

Ernesto an der Oper von Metz

Während seiner zwei Jahre in der Akademie des Teatro Maggio Musicale in Florenz hat Patrick Kabongo keine Zeit verschenkt: Er konnte sein Italienisch aufpolieren und sein Repertoire im so genannten Fach des Tenore di Grazia aufbauen. So war er dort u. a. als Silango in Le Cinesi von Gluck, Il Conte in La Scuola de’ gelosi von Salieri, Almaviva in Il Barbiere di Siviglia und Lindoro in L’Italiana in Algeri, beide von Rossini zu erleben. Derzeit ist Patrick Kabongo wieder in Frankreich, wo er demnächst an der Oper von Metz erstmals als Ernesto in Donizettis Don Pasquale in einer köstlichen und beeindruckenden Inszenierung von Pierre-Emmanuel Rousseau auftreten wird.

Vorstellungen am 17., 19. und 21. November 2017

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18.10.2017

Studium der Eifersucht in Florenz

Es ist gerade ein Jahr, dass Patrick Kabongo mit der Partie des Lindoro in L’italiana in Algeri in Florenz sein erfolgreiches Bühnendebüt im Rahmen des Maggio Musicale Fiorentino feierte. In dem für ihn ideal passenden Repertoire konnte er auf beeindruckender Weise die Beweglichkeit seiner Stimme als auch die Schönheit seines Timbres unter Beweis stellen. Nun ist Patrick Kabongo abermals an der Oper von Florenz zu erleben, und zwar in einer selten aufgeführten Oper von Antonio Salieri, La Scuola de gelosi (Die Schule der Eifersucht aus dem Jahr 1778, eine Art Cosi fan tutte 12 Jahre vor Mozarts Cosi fan tutte!), in der er die virtuos-anspruchsvolle Partie des Grafen interpretiert.

Vorstellungstermine (im Teatro Goldoni): 19., 21., 23. und 26. März 2017

28.02.2017

Von Kinshasa nach Florenz - ein Leben wie im Märchen

Die Geschichte von Patrick Kabongo klingt wie ein Märchen. Im Kongo geboren war ihm die klassische Musik nicht in die Wiege gelegt. Schon als Kind liebte er zu singen und das so sehr, dass er einem Chor beitrat. Trotz brillantem Studienerfolg als angehender Ingenieur, verfolgte er beharrlich den Chorgesang und trat in Konzerten auf. Bei einer Aufführung von Mozarts Requiem in Kinshasa wurde ein belgischer Diplomat auf ihn aufmerksam und schlägt vor, ihn bei der Erlangung eines Stipendiums zu unterstützten. Auf diese Weise kam er nach Belgien und trat dem Conservatoire Royal in Brüssel bei. Patricks Traum erfüllt sich Schritt für Schritt.

Aus dem kongolesischen Bassisten wird in Europa ein Tenor. Es wurden ihm Charakterrollen angeboten, allerdings konnte er sich in diesem Fach nicht finden, immer noch auf der Suche nach seinem wahren stimmlichen Fach. Einige aufmerksame und wohlwollende Ohren erkennen seine Zukunft im leichten lyrischen Repertoire: Lindoro, Ramiro, Almaviva, Tonio … mit keckem hohen C … ein schlüssiger Versuch … und siehe da, hier ist seine wahre Stimme! Jean-Christophe Spinosi irrte nicht darin, ihn für Rossini unter seiner Leitung einzuladen (Le Comte Ory oder Elisabetta, Regina d’Inghilterra). Und auch die Italiener liegen wohl nicht falsch: Patrick Kabongo ist fortan Mitglied der Accademia del Maggio Musicale in Florenz, wo er in dieser Saison seine Kenntnisse im italienischen Repertoire vervollkommnen kann und auf der Bühne unter anderem die Rolle des Lindoro (L’Italiana in Algeri) erarbeitet.

02.11.2015