Sänger/in Tenor

Patrick Kabongo

Biographie

Der aus dem Kongo stammende - jedoch französische - Patrick Kabongo war bereits seit seiner frühen Jugend vom Gesang begeistert. Während seines Hochschulstudiums zum Ingenieur praktizierte er enthusiastisch Chorgesang. In Folge einer Aufführung von Mozarts Requiem in Kinshasa wurde ihm ein Stipendium am Königlichen Konservatorium Brüssel angeboten. Allmählich wurde sein Traum Realität.

In Brüssel trat er in die Klasse von Marcel Vanaud ein. Anschließend wurde er als Ensemblemitglied in das Opernstudio der Flämischen Oper aufgenommen wo er zwischen 2008 und 2010 von Christophe Prégardien, Tuan Sew-Low, Pietro Rizzo, Ann Muray und Graham Johnson künstlerisch gefördert wurde. 2011 war er Preisträger vom "Concours international de mélodie française" in Toulouse.

2009 begann er seine Bühnenkarriere in der Rolle des Nerone (L’incoronazione di Poppea) mit dem Ensemble Scherzi Musicali unter der Leitung von Nicolas Achten. Zwischen 2010 und 2012 war er Mitglied der Gruppe der jungen Sänger der Opéra de Rouen Haute-Normandie. Als Mitglied der Akademie der Opéra Comique in Paris war er 2013 in den Produktionen Ciboulette von Hahn, Cendrillon von Viardot und Marouf von Rabaud zu erleben.

Zwar hat er seinen Weg bereits beschritten, doch gerade eben beginnt seine wahre Stimme erkannt zu werden. Den Ratschlägen seines künstlerischen Beraters, Bertrand Halary, folgend, arbeitete er an einer leichteren und höheren Stimmlage. So übernahm er 2012 die Hauptrolle in Rossini’s Le Comte Ory mit dem Ensemble Matheus und Jean-Christophe Spinosi. Ein Jahr später arbeitete er wieder mit dem Ensemble Matheus anlässlich einer konzertanten Rossini-Produktion von Elisabetta, Regina d'Inghilterra.

Von 2015 bis 2017 war er Mitglied der Accademia del Maggio Musicale in Florenz, wo er sein Repertoire, welches sich an leichten lyrischen Rollen wie Almaviva (Il Barbiere di Siviglia), Tonio (La fille du régiment) und Don Ramiro (La Cenerentola) orientiert, vertiefen konnte.  Am Teatro Maggio Musicale feierte er 2016 sein erfolgreiches Debüt als Lindoro in L'italiana in Algeri. Anschließend war er zu Gast an der Oper von Firenze (il Conte in Salieris La Scuola de´ gelosi), am Teatro Massimo in Palermo (Rollendebüt als Nemorino in L'elisir d'amore), am Teatro Olimpico in Vicenza (Bertrando in Rossinis L'inganno felice), an der Oper von Oman (Almaviva in Il barbiere di Siviglia), an der Oper von Metz (Ernesto in Don Pasquale), an der Opéra Comique (Le mystère de l'écureuil bleu, Uraufführung von Marc-Olivier Dupin und Ivan Grinberg), an der Oper von Tours (Lindoro in L'italiana in Algeri), an der Opéra du Rhin (Saëb in Offenbachs Barkouf), am Théâtre des Champs-Elysées (Velasquez Junior in Offenbachs Maître Péronilla) und beim Festival "Rossini in Wildbad" (Ermanno in L'equivoco stravagante, Eliézer in Moïse et Pharaon, Agirio in Tancredi, u.a.).

In der Spielzeit 2019/20 trat er in Offenbachs Barkouf (Saëb) an der Kölner Oper und in Il Barbiere di Siviglia (Almaviva) an der Oper von Tours auf. Weitere Projekte umfassen Rossinis Il Barbiere di Siviglia am Theater Klagenfurt, Rossinis Le Comte Ory (Titelpartie) und Rotas Un chapeau de paille d'Italie (Fadinard) an der Oper von Metz, Boieldieus La Dame Blanche (George Brown) an der Oper von Nice und Donizettis Don Pasquale (Ernesto) an der Oper von Québec.

März 2021

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